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Ohne Wurzeln keine Flügel – Vater und Mutter und DU

vor 4 Tagen
5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 2 Tagen


Du möchtest deine Flügel ausbreiten, frei und kraftvoll in deinem Leben stehen.

Doch bevor du in den Himmel greifen kannst, brauchst du starke Wurzeln. Diese Wurzeln sind deine Verbindung zu Vater und Mutter, zu deiner Herkunft – und letztlich zu dir selbst.


Denn ganz gleich, wie deine Geschichte mit deinen Eltern aussieht: Sie sind dein Ursprung. Durch sie bist du in dieses Leben gekommen. Und vielleicht liegt genau darin eine tiefere Wahrheit:


Je mehr wir mit unseren Wurzeln in Frieden kommen, desto freier können wir unseren eigenen Weg gehen.



Ohne Wurzeln keine Flügel, Christian Vorsmann, Aufstellung, Sternenzeit, Marsberg, Paderbor


Vater und Mutter als Ursprung deiner Kraft


Vater und Mutter sind mehr als nur unsere Eltern. Wir können sie auch als Bilder zweier grundlegender Kräfte betrachten, die in uns wirken.



Vater – die Sonne in deinem Leben


Der Vater lässt sich symbolisch mit der Sonne verbinden: mit Kreativität, Ausdruck, Kraft und dem Mut, den eigenen Platz im Leben einzunehmen.


In der Astrologie steht die Sonne für unser schöpferisches Zentrum, für das, was durch uns sichtbar werden möchte. Sie erinnert uns daran, dass in jedem Menschen etwas Eigenes leuchten will.


Wenn die Beziehung zum Vater jedoch von Konflikten, Abwesenheit, Enttäuschung oder Verletzungen geprägt war, kann auch unser Verhältnis zu dieser Kraft berührt sein.


Vielleicht fällt es uns schwer, unseren Platz einzunehmen. Vielleicht zweifeln wir an unserer eigenen Kraft. Vielleicht suchen wir Anerkennung im Außen, weil etwas in uns noch immer darauf wartet, gesehen zu werden.



Mutter – die Erde in deinem Inneren


Die Mutter führt uns zu einer anderen Qualität.


Sie steht für Geborgenheit, Empfangen, Körperlichkeit und die tiefe Verbindung zum Leben.


Astrologisch begegnet uns hier das Prinzip des Mondes: unsere Gefühlswelt, unsere Bedürfnisse, unsere frühen Prägungen und das Innere Kind.


Die Mutter ist gleichzeitig ein starkes Bild für die Erde selbst – für den Boden, der uns trägt.

Auch hier hinterlassen Erfahrungen Spuren.


Wenn Nähe fehlte, wenn wir uns nicht gesehen oder angenommen fühlten oder wenn wir früh lernen mussten, stark zu sein, kann etwas davon bis heute in uns weiterwirken.


Nicht unbedingt als bewusste Erinnerung. Manchmal einfach als Gefühl.




Warum du starke Wurzeln brauchst, um deine Arme in den Himmel zu strecken


Stell dir einen großen Baum vor.


Seine Äste reichen weit in den Himmel. Seine Krone bewegt sich frei im Wind. Er muss sich nicht festhalten und er muss nicht darüber nachdenken, ob er stehen bleiben kann.


Denn unter ihm befindet sich etwas, das wir kaum sehen: seine Wurzeln.


Je höher ein Baum wachsen möchte, desto wichtiger ist seine Verankerung in der Erde.

Vielleicht gilt genau das auch für uns Menschen.


Wir möchten frei sein. Wir möchten uns entwickeln, alte Grenzen überwinden, unseren eigenen Weg gehen und irgendwann vielleicht sogar sagen:

Das ist mein Leben.


Doch Freiheit bedeutet nicht, keine Wurzeln mehr zu haben.

Vielleicht entsteht wirkliche Freiheit erst dann, wenn ich meine Wurzeln nicht mehr bekämpfen muss.


Vater und Mutter gehören zu meiner Geschichte. Ich muss nicht alles gutheißen, was geschehen ist. Ich muss nichts schönreden und nichts vergessen.


Aber ich kann beginnen, anzuschauen, was war.

Und vielleicht irgendwann sagen:


Es war, wie es war. Ihr seid meine Eltern. Durch euch habe ich mein Leben bekommen. Und was ich daraus mache, liegt heute bei mir.


Darin kann eine ungeheure Kraft liegen.




Christian Vorsmann, Coaching, Aufstellungen, Sternenzeit, Hypnose, Marsberg, Paderborn



Annahme, Vergebung und Heilung – der Weg zu deiner Kraft


Der Weg zu starken Wurzeln führt über Annahme, Vergebung und Heilung. Das klingt einfach, ist aber oft eine Herausforderung. Du trägst vielleicht Verletzungen aus der Kindheit, Enttäuschungen oder unerfüllte Erwartungen. Diese blockieren deine Kraft und Freude.



Annahme


Annahme bedeutet, dass du deine Geschichte so akzeptierst, wie sie ist.

Du schaust hin, ohne zu urteilen. Du erkennst an, dass deine Eltern Menschen mit ihrer eigenen Geschichte, ihren eigenen Schwächen und Verletzungen sind. Und du erkennst dich selbst an – mit allem, was du erlebt und erfahren hast.


Annahme bedeutet dabei nicht, dass alles gut oder richtig war. Sie bedeutet zunächst nur:

Es war, wie es war. Und es gehört zu meiner Geschichte.



Vergebung


Vergebung ist kein Vergessen oder Verharmlosen. Sie bedeutet auch nicht, dass du das Verhalten eines anderen Menschen nachträglich gutheißen musst.


Vergebung kann bedeuten, den Groll und den Schmerz loszulassen, der dich noch immer an die Vergangenheit bindet. Nicht für den anderen – sondern für dich.


Denn was geschehen ist, kannst du nicht mehr verändern. Aber du kannst verändern, welchen Platz es heute noch in deinem Leben einnimmt.



Heilung


Heilung kann dort beginnen, wo du dich selbst liebevoll annimmst und bereit bist, deine Wunden anzuschauen.


Vielleicht entdeckst du dabei Bedürfnisse, die als Kind nicht erfüllt wurden. Vielleicht erkennst du alte Muster, die dich bis heute begleiten. Und vielleicht kannst du beginnen, dir selbst etwas von dem zu geben, was damals gefehlt hat.


So kann nach und nach wieder mehr von deiner eigenen Kraft, deiner Freude und deiner Kreativität spürbar werden.




Wie du deine Wurzeln stärken kannst


Nahaufnahme einer Person, die meditierend in der Natur sitzt


Es gibt unterschiedliche Wege, sich mit den eigenen Wurzeln auseinanderzusetzen. Manchmal beginnt es ganz einfach damit, sich bewusst zu fragen:


Was verbinde ich eigentlich mit meinem Vater?

Was mit meiner Mutter?

Was habe ich bekommen?

Was habe ich vermisst?

Was trage ich vielleicht bis heute mit mir herum?


Du kannst deine Gedanken aufschreiben oder einen Brief an Vater oder Mutter verfassen, den du niemals abschicken musst. Manchmal wird schon beim Schreiben deutlich, was bisher unausgesprochen geblieben ist.


Auch Meditationen, Fantasiereisen oder die Begegnung mit dem Inneren Kind können einen Zugang zu Gefühlen ermöglichen, die sich mit dem Verstand allein nur schwer erreichen lassen.


Und manchmal ist es hilfreich, sich begleiten zu lassen.




Beispiele aus der Praxis


In meiner Arbeit erlebe ich immer wieder, dass Menschen sehr genau spüren, dass etwas in ihnen wirkt, aber zunächst gar nicht benennen können, was es ist.


Gerade dann kann eine systemische Aufstellung sehr hilfreich sein.


In einer Aufstellung können Stellvertreter beispielsweise für Vater, Mutter, das Innere Kind oder auch für ein bestimmtes Gefühl stehen. Etwas, das vorher nur im Inneren vorhanden war, bekommt plötzlich einen Platz im Raum und wird sichtbar und erfahrbar.


Das kann den Blick auf die eigene Geschichte verändern, Zusammenhänge bewusst machen und einen Prozess von Annahme, Aussöhnung und innerem Frieden unterstützen.


Genau diese Möglichkeit biete ich auch im Rahmen der Sternzeit an. Dort arbeiten wir in einer kleinen Gruppe mit systemischen Aufstellungen und geben dem Raum, was gesehen werden möchte.


Aber eine Aufstellung braucht nicht zwingend eine Gruppe. Auch im persönlichen Coaching können wir mit einem Familienbrett, mit Figuren, Stühlen oder Bodenankern arbeiten. Beziehungen und Dynamiken werden dadurch sichtbar:


Wo stehe ich?

Wo steht mein Vater?

Wo meine Mutter?

Wem bin ich vielleicht noch zugewandt?

Von wem habe ich mich innerlich entfernt?

Und wo ist eigentlich mein eigener Platz?


Manchmal braucht es aber auch gar keine Aufstellung.


Manchmal hilft zunächst ein Gespräch. Ein bewusstes Hinschauen. Eine andere Frage.

Eine neue Perspektive.


Denn Bewusstsein verändert noch nicht automatisch unsere Geschichte – aber es kann verändern, wie wir unsere Geschichte heute erleben.





Deine Kraft wartet auf dich


Wenn du deine Wurzeln stärkst, kannst du deine Flügel ausbreiten. Du findest zurück zu deiner Kraft, deiner Freude und deiner Kreativität. Du kannst mutig deinen eigenen Weg gehen und dich selbst leben.


Es braucht Mut, sich den eigenen Wurzeln zuzuwenden. Denn dort finden wir nicht nur das Schöne. Dort begegnen uns vielleicht auch Enttäuschungen, Verletzungen und Dinge, die wir lange nicht anschauen wollten.


Doch vielleicht entdecken wir dort noch etwas anderes:

unsere eigene Kraft.


Denn Vater und Mutter sind unsere Wurzeln – aber sie bestimmen nicht, wohin unsere Äste wachsen.


Wenn du deine eigene Geschichte anschauen möchtest, begleite ich dich gerne dabei. Im persönlichen Coaching können wir gemeinsam herausfinden, was heute noch wirkt und was gesehen werden möchte.


Mit dem Familienbrett, mit Figuren oder anderen Formen systemischer Aufstellungsarbeit können wir Zusammenhänge sichtbar machen.


Und wenn du die besondere Erfahrung einer Aufstellung mit Stellvertretern erleben möchtest, findest du diese Möglichkeit auch in der Sternzeit.


Deine Vergangenheit ist ein Teil von dir.

Doch dein Leben findet heute statt.


Deine Wurzeln sind der Schlüssel zu deinen Flügeln.

Stärke sie – und breite deine Flügel aus.





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