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Mehr über mich

Persönliche Lebenserfahrungen und Gedanken, die mich geprägt haben

Im Januar 1968 wurde ich in Brilon als Frühchen geboren – sechs Wochen zu früh und mit keinem ganz leichten Start ins Leben. Rückblickend glaube ich, dass mich Themen wie Verbindung, Sicherheit und das Gefühl, wirklich gesehen zu werden, deshalb schon sehr früh begleitet haben.

Ich bin mit vier Geschwistern im Sauerland aufgewachsen, genauer gesagt in Erlinghausen bei Marsberg. Wie in vielen Familien gab es schöne Momente, Herausforderungen und Zeiten, in denen das Leben nicht immer leicht war. Heute sehe ich vieles anders als früher. Mit den Jahren ist in mir weniger das Bedürfnis entstanden zu urteilen – sondern eher zu verstehen.

Vielleicht entstand genau dort schon früh ein Blick dafür, dass Menschen oft viel mehr tragen, als man von außen sehen kann. Gleichzeitig hatte ich schon als Kind eine sehr feine Wahrnehmung für Menschen, Stimmungen und unausgesprochene Dynamiken.

Nach meiner Schulzeit begann ich im August 1985 eine Ausbildung zum Hohl- und Kelchglasmacher in einer Glasfabrik. Im Januar 1989 führte mich mein Weg dann zur Bundeswehr – und damit zum ersten Mal wirklich weg von zu Hause.

Was folgte, waren viele Jahre voller Bewegung und Veränderung. Stationen in Hamm, Lippstadt, Varel, Bremerhaven, Bremen, Füstenau, Leer, Fritzlar und schließlich Koblenz brachten immer wieder neue Menschen, neue Erfahrungen und neue Perspektiven mit sich.

Während meiner Bundeswehrzeit absolvierte ich eine medizinisch-technische Ausbildung in der Radiologie mit Staatsexamen, arbeitete im Sanitätsdienst und übernahm später Verantwortung als Fachdienstoffizier.

Rückblickend verstehe ich heute, dass mich diese Zeit nicht nur beruflich geprägt hat. Vielleicht begann dort auch mein tieferes Interesse am Menschen selbst. Nicht nur an äußeren Abläufen oder Funktionen, sondern an der Frage, warum Menschen fühlen, handeln und leiden, wie sie es tun.

Auch das Thema Autorität hat mein Leben lange begleitet. Heute verstehe ich darunter jedoch nicht Dominanz oder Kontrolle. Für mich entsteht echte Autorität dort, wo Menschen beginnen, mit sich selbst verbunden zu sein – mit Klarheit, Präsenz und innerer Ruhe.

1995 lernte ich meine heutige Frau kennen, mit der ich bis heute gemeinsam durchs Leben gehe.

 

Im Jahr 2001 haben wir geheiratet, 2007 wurde unser Sohn geboren.

Mit Anfang 30 begann eine Zeit, die vieles verändert hat. Äußerlich lief das Leben weiter, innerlich begann jedoch eine tiefere Suche. Ich beschäftigte mich intensiv mit Bewusstsein, Spiritualität, Psychologie und persönlicher Entwicklung.

Bücher, Erfahrungen und Begegnungen eröffneten mir neue Sichtweisen auf das Leben und auf die Frage, wer wir eigentlich wirklich sind – hinter unseren Rollen, Geschichten und Prägungen.

Mit der Zeit kamen Reiki, Klangarbeit, Entspannungstechniken, systemisches Coaching, Hypnose und Aufstellungsarbeit dazu. Rückblickend begann genau dort auch der Weg zu meiner heutigen Arbeit.

Nicht, weil ich glaubte, Antworten auf alles zu haben. Sondern weil ich selbst erfahren habe, wie wichtig Verständnis, echte Begegnung und innere Entwicklung sein können.

Im Jahr 2009 kam mit der Diagnose Diabetes ein weiteres Thema in mein Leben, das mich bis heute begleitet. Natürlich stellt eine chronische Erkrankung viele praktische Fragen – aber sie wirft oft auch tiefere Fragen auf.

Mich beschäftigte irgendwann weniger nur der körperliche Aspekt, sondern vielmehr die Frage:


Was bedeutet eigentlich „Süße“ im Leben?

Wie viel Freude lassen wir wirklich zu?
Wie viel Nähe?
Wie viel Vertrauen?

Gerade Diabetes hat mich immer wieder mit dem Thema Kontrolle konfrontiert – und gleichzeitig mit der Erkenntnis, dass Heilung vielleicht nicht immer dort beginnt, wo wir alles kontrollieren wollen.

Vielleicht beginnt sie manchmal genau dort, wo wir aufhören, gegen uns selbst zu kämpfen.

Auch diese Erfahrungen prägen bis heute meine Arbeit. Denn oft geht es Menschen nicht nur um äußere Probleme, sondern um tiefere Fragen:

Wer bin ich wirklich?
Warum wiederholen sich bestimmte Muster?
Und wie finde ich wieder mehr Verbindung zu mir selbst?

2010 wurde ich nach Fritzlar versetzt und kam damit wieder näher zurück in meine alte Heimat.

 

Mein Vater war bereits 2005, meine Mutter 2009 verstorben. Schließlich entschieden meine Frau und ich uns dazu, das Elternhaus zu übernehmen. So kam ich 2011 an den Ort zurück, den ich viele Jahre zuvor verlassen hatte.

Manchmal führt das Leben einen tatsächlich dorthin zurück, wo alles begonnen hat – nur mit einem anderen Blick auf die Dinge.

Heute lebe ich wieder in Erlinghausen bei Marsberg. Hier entstand auch meine Praxis und hier entwickelte sich meine heutige Arbeit immer weiter.

Seit vielen Jahren begleite ich Menschen in herausfordernden Lebensphasen – durch Gespräche, Hypnose, Aufstellungen, Bewusstseinsarbeit und systemische Prozesse. Zusätzlich arbeite ich seit vielen Jahren als Dozent im Bereich Persönlichkeitsentwicklung.

Mit den Jahren habe ich verstanden, wie wichtig unsere Wurzeln sind. Viele Menschen versuchen irgendwann, sich innerlich von ihrer Herkunft zu lösen – oft aus Schmerz oder Enttäuschung. Und doch erlebe ich immer wieder, dass genau dort etwas Wesentliches verloren geht.

„Ohne Wurzeln keine Flügel“ ist deshalb zu einem wichtigen Satz in meinem Leben geworden.

Je mehr wir uns mit unserer Geschichte versöhnen, desto mehr Kraft entsteht für den eigenen Weg.

Seit 2024 bin ich pensioniert und widme mich heute noch bewusster meiner Arbeit mit Menschen und dem, was mich schon viele Jahre bewegt:

die Frage, wie wir wieder mehr Frieden, Bewusstsein und Verbindung in unserem Leben finden können.

Mit den Jahren ist in mir ein Gedanke immer wichtiger geworden:

„Der Geist bewegt die Materie.“

Ich glaube, dass unser Bewusstsein weit mehr Einfluss auf unser Leben hat, als wir oft denken. Angst erschafft eine andere Wirklichkeit als Vertrauen. Kontrolle eine andere als Hingabe. Urteil eine andere als Liebe.

Je länger ich mich mit Bewusstsein, Spiritualität und dem Menschsein beschäftige, desto deutlicher wird mir allerdings auch, wie wenig wir wirklich wissen.

Vielleicht besteht echte Entwicklung deshalb nicht darin, immer sicherer zu werden – sondern offener.

Und vielleicht besteht der Weg des Lebens genau darin, sich Schritt für Schritt wieder mit dem zu verbinden, was wir in Wahrheit schon immer waren.

„Du bist nicht die Glühbirne. Du bist das Licht.“

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