Das Spiel des Lebens – Was, wenn du gar nicht Super Mario bist?
- Christian Vorsmann

- 17. Nov. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 18. Nov. 2025
Ein neuer Blick auf Burkhard Heims 12 Dimensionen – erklärt wie für ein Kind,
aber geschrieben für die Seele
Stell dir vor, dein Leben ist ein Computerspiel.
Nicht sinnbildlich. Ganz konkret.
Du hast eine Spielfigur, die wir – nur als Beispiel – Super Mario nennen. Mario lebt, fühlt, hofft, scheitert, liebt. Er rennt und springt, er baut Beziehungen auf, er macht Fehler, er erlebt Schmerz, Freude, Chaos und Sinn. Er sammelt Münzen, verliert Leben, kämpft gegen Gegner, und manchmal fragt er sich:
„Warum ist das alles so schwer?“

So lange Mario glaubt, dass er nur diese Figur ist, erlebt er das Leben als Kampf gegen die Welt. Er versucht, Schmerz zu vermeiden, Sicherheit zu finden, alles richtig zu machen. Er glaubt, das Spiel sei gegen ihn.
Doch was wäre, wenn nichts gegen dich ist? Was wäre, wenn du nicht verloren bist?
Was wäre, wenn du einfach nur vergessen hast, wer spielt?
Denn Mario ist nicht der, der vor dem Bildschirm sitzt.
Er ist die Figur im Spiel.
Und hier beginnt der Perspektivwechsel, der alles verändert.
Dimension 1–3 – Die Bühne des Spiels (dreidimensionale Realität)
Hier findet das Spiel statt: Materie, Körper, Raum. Das, was wir für „real“ halten. Wenn Mario in die Lava fällt, tut es weh. Wenn er verliert, fühlt es sich existenziell an. Doch alles, was hier passiert, ist Spielfeld – nicht Wahrheit.
Hier wirken:
gesellschaftliche „Normen“
eingeschliffene Verhaltensmuster
emotionale Reflexe, die nicht deine eigenen sind
Meme, die sich wie Software verbreiten
kollektive Überzeugungen wie „das Leben ist Kampf“ oder „du bist nicht genug“
Solange du nur auf dieser Ebene reagierst, spielst du nach einem Code, den andere geschrieben haben.
Dimension 4 – Zeit (Storyline)
Hier liegt Marios Geschichte: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Seine Kindheit, seine Muster, seine Prägungen. Er sagt: „Ich bin so, weil damals das passiert ist.“ In dieser Ebene kann man Geschichten umschreiben – aber Mario bleibt Mario, nur mit einer schöneren Erinnerung.
Dimension 5 – Der Bauplan (Software)
Jetzt wechseln wir in den unsichtbaren Bereich. Hier liegt der Programmcode von Mario: Charakter, Temperament, Stärken, Ängste, Muster. Hier erkennt Mario zum ersten Mal: „Ich bin nicht falsch – ich bin programmiert.“ Das ist keine Schuld, sondern Bewusstsein. Aber die Software kann hier noch nicht verändert werden – sie wird nur sichtbar.
Dimension 6 – Der Editor (Ursachenebene)
Hier beginnt echte Transformation. Nicht durch Denken, sondern durch Umprogrammierung. Trauma wird nicht besprochen – es wird überschrieben. Hier verändern sich Muster, Identität, Reaktionen. Hier wirken tiefe Hypnose, Trance, Quantenprozesse. Der Code wird neu geschrieben.
Dimension 7 – Neue Level (kreative Schöpfung)
Jetzt entstehen Möglichkeiten, die es vorher nicht gab. Der Frage „Wie werde ich gesund?“ weicht die Frage: „Wer bin ich, wenn alles möglich ist?“ Mario erschafft neue Landschaften, Regeln und Aktionsräume. Das ist die Ebene der Inspiration, Intuition, Neuschöpfung.
Dimension 8 – Der Spieler vor dem Bildschir
Und jetzt kommt der Moment, der alles verändert: Mario erkennt:
„Ich bin nicht die Figur – ich bin der Spieler vor dem Bildschirm.“
Das Spiel läuft weiter, aber er spielt bewusst. Er muss nicht mehr gewinnen, um wertvoll zu sein. Er fühlt Schmerz, aber bleibt nicht im Schmerz stecken. Angst verliert ihre Macht. Denn er weiß: Das Problem war nicht das Spiel – das Problem war das Vergessen.
Mario sagt jetzt nicht: „Ich will nicht mehr spielen.“Sondern: „Jetzt spiele ich endlich bewusst.“
Dimension 9–12 – Der Raum Gottes (reine Bewusstseinsfelder)
Hier endet Sprache. Hier gibt es kein Ich, kein Ziel, kein Spiel. Es ist reines Sein. Einige nennen es Gott, andere das Feld, Kinder nennen es Zuhause. Es ist die Dimension des Einsseins, der Liebe, des ursprünglichen Bewusstseins. Nicht das Ende des Lebens – sondern die Abwesenheit von Trennung.
Was heißt das für Heilung?
In 1–3 behandelst du Symptome.
In 4 veränderst du Geschichten.
In 5 erkennst du Muster.
In 6 änderst du den Code.
In 7 erschaffst du neue Möglichkeiten.
In 8 erkennst du dich selbst.
In 9–12 brauchst du keine Heilung mehr – weil nichts verletzt war.
Heilung ist dann nicht mehr Reparatur, sondern Erinnerung.
Das ist das Geheimnis meiner Arbeit
Ich mache dich nicht zu einem besseren Mario.
Ich helfe dir, dich an den zu erinnern, der das Spiel spielt.
Nicht indem wir flüchten.
Sondern indem wir aufwachen.
Hypnose ist dann kein Werkzeug mehr, sondern ein Portal – eine Rückverbindung zu dem, was du wirklich bist.
Die Frage aller Fragen
Wenn ich erkenne, dass ich vor dem Bildschirm sitze – warum spiele ich dann weiter?
Weil du nicht hier bist, um zu entkommen.
Sondern um bewusst zu spielen.
Ein erwachter Mario lebt anders. Er liebt anders. Er hat keine Angst mehr vor Game Over, weil er weiß: Er ist nicht das Spiel, er ist der Spieler. Und in dem Moment, in dem du das wirklich fühlst, beginnt ein neues Leben. Nicht weil jede Herausforderung verschwindet – sondern weil du endlich erkennst, was sie wirklich ist: ein Level. Eine Erfahrung. Eine Möglichkeit zu wachsen.
Wenn du jetzt spürst:„Das ist wahr. Ich wusste das immer – ich habe es nur vergessen,“dann beginnt es bereits.
Du musst nicht fliehen.Du musst dich nur erinnern.
Ich bin hier, wenn du bereit bist zu spielen.
Diesmal bewusst.



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